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Rechenstörung: Beeinträchtigung von grundlegenden Rechenfertigkeiten.
Was ist eine Dyskalkulie?

"Akalkulie, Alexie für Zahlen, Anarithmastenie, Anarithmetrie, Anarithmie, asemantische Aphasie, Dyskalkulie, dysgraphische Dyskalkulie, dyselektische Dyskalkulie, Dysmathematica, Entwicklungsdyskalkulie, Fingeragnosie, Gerstmann-Syndrom, graphische Dyskalkulie...".
(vgl. Radatz/Schipper: Handbuch für den Mathematikunterricht an Grundschulen. 1993)

Laut WHO ist die Rechenschwäche im ICD 10 folgendermaßen beschrieben:

"Rechenstörung: Beeinträchtigung von grundlegenden Rechenfertigkeiten. Diese Störung beinhaltet eine umschriebene Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutige unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie und Differential- sowie Integralrechnung benötigt werden."

Wichtig erscheint mir dabei zu erwähnen, dass eine Dyskalkulie nicht nur auf Wahrnehmungsdefizite bzw. Teilleistungsstörungen zurückzuführen ist, sondern besonders die (Primär-) Mengenerfassung eine entscheidende Rolle spielt!

Zur Lösung des Problems gibt es eine Vielfalt von Trainingsmethoden.

Eine davon ist die AFS-Methode:
  • A = Aufmerksamkeit
  • F = Funktion/Sinneswahrnehmung und
  • S = Symptom
Die AFS-Methode ist bereits erfolgreich erprobt und den Lernbedürfnissen legasthener wi auch dyskalkuler Menschen angepasst durch:
  • das bewusste Steigern der Aufmerksamkeit
  • die Verbesserung der Sinneswahrnehmung
  • die Anwendung von speziellen Techniken beim Erlernen von Schreiben und Lesen
  • die Stärkung des Selbstvertrauens


Wer kann eine Dyskalkulie feststellen?

Für eine Diagnose der Dyskalkulie sind in erster Linie die Beobachtungen (der Lehrer, Erzieher und/oder der Eltern) notwendig. Meist werden in der Schule die Schulpsychologen/Kinderpsychologen eingeschaltet, die dann durch verschiedene Tests eine Dyskalkulie feststellen können.

Besorgte Eltern, die sich nicht über die Schule und den (Schul-) Psychologen Gewissheit verschaffen möchten, haben die Möglichkeit, eine Diagnose von einem Diplomierten Dyskalkulietrainer des EÖDL® erstellen zu lassen:
  • Ausführliches Anamnesegespräch (ca. eine Stunde)
  • AFS-Test (siehe oben)
  • Dyskalkulie-Test
  • Ausführliches Auswertungsgespräch (inkl. päd. Gutachten)


Wo bekomme ich Hilfe?

  • Schule und
  • Diplomierte Dyskalkulietrainer des EÖDL® oder
  • im Zentrum für Rechenschwäche (ZTR)
Diplomierte Dyskalkulietrainer des EÖDL® in Ihrer Nähe finden Sie unter: www.legasthenietrainer.de.

Diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainer des EÖDL® arbeiten nach der AFS-Methode.


Das außerschulische Dyskalkulietraining

1. Diagnose

Kein Training ohne Abklärung, ob das Kind eine Dyskalkulie hat und um welche Art es sich handelt! Je nach Art der Dyskalkulie wird ein darauf abgestimmtes Training durchgeführt.


2. Einzelförderung

Unbedingt notwendig! Kein Kind ist wie das andere!


3. Inhalte der Trainingsstunde

Wichtig sind dabei die drei Komponenten:
A Aufmerksamkeitstraining = das Zusammenschließen des Denk- und Handlungsprozesses
F Funktionstraining = Training und Schärfung der verschiedenen Sinneswahrnehmungen
S Symptomtraining = Mengenerfassung, Zahlenland usw.


4. angebotene Programme/Computereinsatz

Die AFS-Methode ist eine offene, d. h. sie lässt sämtliche Programme und Hilfsmittel zu, die der Trainer für sinnvoll hält und zu Verbesserungen beim dyskalkulen Kind führen können. Dabei spielt auch der Computer eine Rolle. Dyskalkule Kinder finden sehr schnell den Zugang zum Computer, sind wesentlich motivierter.


5. Häufigkeit des Trainings

Eine wöchentliche Trainingsstunde reicht völlig aus. Ansonsten läuft man Gefahr, das Kind zu sehr zu überlasten. Wichtig sind aber die täglichen kurzen Übungen für zu Hause. Material wird entsprechend mitgegeben und den Eltern erklärt.


6. Ort/Arbeitsplatz des Trainings

Da dyskalkule Kinder die Umwelt besonders wahrnehmen und sich dadurch leicht ablenken lassen, sollte das Training in hellen freundlichen Räumen außerhalb der Schule oder dem Elternhaus stattfinden.


7. Aufklärung

Dieser Punkt ist mir besonders wichtig und wesentlich für das Verständnis der Familienmitglieder.
Ich werde Sie als Eltern (wie auch Lehrer und Erzieher) darüber informieren, was Dyskalkulie ist und was Sie tun können, um ihrem Kind zu helfen (wie z.B. Zeit aufbringen, viel loben, wenn auch nur kleine Fortschritte erreicht wurden usw.)


8. Ausbildung des Diplomierten Legasthenietrainers des EÖDL®

Leider gibt es auch "schwarze Schafe" in diesem Bereich. Da wird mitunter nur am Symptom gearbeitet. Dabei ist gerade auch die Arbeit an der Konzentration und der Mengenerfassung ein wichtiger Faktor bei der Überwindung einer Dyskalkulie!
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